Kakaopulver ist nicht gleich Kakaopulver. Vor allem beim Einkauf im Supermarkt stellst Du Dir vielleicht die Frage: Was ist gesünder: stark entölter Kakao oder schwach entölt? Dieser Blogartikel nimmt beide Varianten genau unter die Lupe und zeigt Dir, worauf Du achten solltest – damit Du mit gutem Gefühl zum Kakaolöffel greifen kannst.
(Kurze Zwischenmeldung von einem zufällig anwesenden Eichhörnchen: „Wenn Du wüsstest, wie wählerisch wir mit Nüssen sind … bei Kakao wär ich genauso kritisch!“)
Stark entölter vs. schwach entölter Kakao: Das sind die Unterschiede
Stark entölter und schwach entölter Kakao unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern vor allem in der Herstellung, dem Fettgehalt und der Farbe. Während bei stark entöltem Kakao ein großer Teil der Kakaobutter entzogen wird, bleibt sie beim schwach entölten Kakao zu großen Teilen erhalten. Diese Prozesse führen zu deutlich unterschiedlichen Eigenschaften – und können je nach Einsatzzweck echte Vor- oder Nachteile mit sich bringen.
Ein weiterer Unterschied: der pH-Wert. Stark entölter Kakao ist oft nicht alkalisiert, hat also einen niedrigeren pH-Wert und schmeckt herber. Schwach entölter Kakao wird häufiger alkalisiert – das nennt sich "dutched" – wodurch der Geschmack milder und runder wird. Auch die Farbe wird dadurch dunkler. Klingt technisch? Ist aber relevant – vor allem beim Backen.
Stark entölter Kakao
Stark entölter Kakao hat einen Fettgehalt von maximal 11 %. Um das zu erreichen, wird dem Kakao durch Pressung ein großer Teil der enthaltenen Kakaobutter entzogen. Zurück bleibt ein mageres Pulver mit intensivem Geschmack und dunkler Farbe. Dieser stark entölte Kakao ist besonders beliebt zum Backen von dunklen Kuchen oder Brownies.
Durch den niedrigen Fettgehalt ist stark entölter Kakao kalorienärmer als sein schwach entöltes Pendant – was ihn vor allem für kalorienbewusste Naschkatzen interessant macht. Und das Beste? Er lässt sich wunderbar in Smoothies, Proteinshakes und selbstgemachten Energieriegeln unterbringen – ohne dass Du gleich die Kalorienkeule schwingst. Auch Sportler greifen gern zu stark entöltem Kakao, da er sich hervorragend mit Eiweißpulvern kombinieren lässt und trotzdem für ordentlich Geschmack sorgt.
Zudem ist stark entölter Kakao oft günstiger und länger haltbar. Klingt unspektakulär – ist aber durchaus interessant, wenn Du öfter backst oder größere Mengen brauchst.
Schwach entölter Kakao
Schwach entölter Kakao enthält deutlich mehr Fett: mindestens 20 % Kakaobutter bleiben hier im Pulver enthalten. Das macht ihn cremiger, milder im Geschmack und auch etwas heller in der Farbe – es sei denn, er wurde, wie oben beschrieben, alkalisiert. In dem Fall wirkt er fast schwarz und bringt eine samtige Tiefe ins Getränk. Allerdings gibt es auch nicht-alkalisiertes Kakaopulver, beispielsweise bei uns.
Wenn Du also ein besonders vollmundiges Geschmackserlebnis suchst, liegst Du mit „Kakao schwach entölt“ genau richtig. Die höhere Fettmenge sorgt für mehr Aromen und eine sattere Konsistenz in Heißgetränken oder Desserts. Vor allem bei klassischer heißer Schokolade kann er seine Stärke voll ausspielen: intensiver Geschmack, cremiges Mundgefühl – ganz ohne Schnickschnack. Die enthaltenen Fette sorgen für ein cremiges Mundgefühl – und Kakaobutter ist auch außerhalb der Küche eine beliebte Zutat, zum Beispiel in Pflegeprodukten. Macht uns quasi von innen und von außen schön!
(Eichhörnchenkommentar: „Mehr Fett, mehr Geschmack – klingt nach einem ziemlich guten Deal, oder?“)

Was ist gesünder: stark entölter Kakao oder schwach entölter Kakao?
Jetzt wird’s spannend. Was ist gesünder: stark entölter Kakao oder schwach entölt? Die Antwort hängt – wie so oft – davon ab, was Du von Deinem Kakao erwartest. Bist Du auf Kalorienreduktion aus? Oder steht bei Dir der Genuss im Vordergrund?
Die Inhaltsstoffe im Vergleich
Beide Kakaopulver enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide – sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Natur zum Schutz der Pflanze dienen. In der Forschung wird ihr mögliches Potenzial regelmäßig untersucht – z. B. im Zusammenhang mit oxidativem Stress.
- Stark entölter Kakao punktet mit weniger Fett und Kalorien, aber gleichem Gehalt an Kakaotrockenmasse
- Schwach entölter Kakao bringt mehr Geschmack, da das Fett Aromen trägt – das kennst Du vielleicht auch vom Käse oder Kaffee
- Beide Varianten können wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen sowie sättigende Ballaststoffe liefern
Kakao entölt bedeutet also nicht automatisch „weniger gesund“ – sondern einfach anders zusammengesetzt. Es ist ein bisschen wie mit Nüssen: Die einen mögen’s süßlich knackig, die anderen gern etwas herber. Und beides hat seine Berechtigung.
Da für uns vor allem der vollmundige, fruchtige, schokoladige Geschmack im Fokus steht und die etwas geringere Verarbeitung vom Kakaopulver, ist für uns bei Dein Kakao möglichst schwach entöltes, nicht-alkalisiertes Kakaopulver im Einsatz.
Info am Rand: 95 % unserer Kakaosorten sind Bio-zertifiziert. Weil wir finden, dass guter Geschmack mit gutem Gewissen einfach besser schmeckt – und das Eichhörnchen sieht das genauso.
Die Unterschiede im Hinblick auf die Verwendung
Wofür Du Deinen Kakao verwendest, sollte Deine Wahl mitbestimmen:
- Für heiße Schokolade oder cremige Desserts: Kakao schwach entölt
- Für kalorienreduzierte Backrezepte oder proteinreiche Snacks: Kakao stark entölt
- Für Smoothies oder Müsli: Kommt auf den Geschmack an – beide Varianten funktionieren
- Für klassische Rezepte (Omas Marmorkuchen): Achte auf die Angabe in der Zutatenliste – nicht alle Rezepte funktionieren gleich gut mit beiden Sorten
Extra-Tipp vom Waldorakel (Du weißt schon, das kleine pelzige mit der Haselnuss): Misch doch mal beide Varianten! Der eine sorgt für Cremigkeit, der andere für die tiefe Kakaonote – perfekte Symbiose.
Die Preise im Vergleich
In der Regel ist stark entölter Kakao etwas günstiger, da weniger Kakaobutter enthalten ist. Kakaobutter ist wertvoll – auch in der Kosmetikindustrie. Daher treibt sie den Preis hoch, wenn sie im Pulver enthalten bleibt. Aber: Qualität hat ihren Preis. Gerade bei schwach entöltem Kakao lohnt sich der Blick auf Herkunft, Bio-Siegel und fairen Handel.
Nachhaltigkeit, Transparenz und faire Bedingungen haben ihren Wert – und den schmeckst Du. Tipp: Wenn Du echten Genuss mit gutem Gewissen kombinieren willst, achte auf Bio-Qualität und faire Produktionsbedingungen – unabhängig davon, ob der Kakao entölt ist oder nicht. Noch ein Hinweis: Bei uns bekommst Du beides – Qualität und Verantwortung. 95 % unserer Kakaosorten sind Bio – und das aus Überzeugung.
Fazit: Ist Kakao gesund oder nicht?
Kakao ist ein vielseitiges Naturprodukt, das – pur und ohne Zuckerzusatz – von Natur aus wichtige Mikronährstoffe wie Magnesium und Eisen enthalten kann. Sowohl stark entölter Kakao als auch schwach entölter Kakao bieten unterschiedliche Vorteile: Der eine ist fettärmer und vielseitig einsetzbar in Backrezepten oder Shakes, der andere besonders cremig und aromatisch – ideal für den Trinkgenuss.
Wenn Du auf Zusatzstoffe verzichten und bewusst genießen möchtest, lohnt sich der Griff zu ungesüßtem, naturbelassenem Kakaopulver. Achte dabei auf Qualität und Herkunft – und gönn Dir den kleinen Luxus, mit jedem Schluck etwas Gutes zu wählen.
(Und falls Du’s wissen willst: Das Eichhörnchen sagt, ein Tässchen am Morgen, ein Lächeln am Abend – und dazwischen? Ganz klar: ein Löffel Kakao. Oder zwei.)